Der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft

Chemisch-synthetische Pestizide sind Substanzen, die zur Bekämpfung von Schädlingen, wie Insekten, Pilze und Unkrautarten, seit dem Beginn der industriellen Landwirtschaft im Jahr 1950 eingesetzt werden. Der Einsatz von Pestiziden soll die Ernte vor Schädlingen schützen und zur Ertragssteigerung beitragen. Innerhalb der EU werden pro Jahr über 200 Tausend Tonnen Pestizide verwendet.
Pestizide, die durch die Atemwege oder durch direkten Kontakt mit Haut und Augen aufgenommen werden, greifen bei verschiedenen Organismen in unterschiedliche, lebenswichtige Stoffwechselvorgänge ein und gefährden neben der Gesundheit von Pflanzen und Tieren auch die des Menschen und begünstigen Erkrankungen. Insektizide können die Reizleitung im Nervensystem beschädigen und zu einer Hemmung der Blutgerinnung und zur Lähmung des Atem- und Kreislaufzentrums führen. Neben akuten Pestizidvergiftungen mit leichten Symptomen, wie Kopfschmerzen und Übelkeit, können auch chronische, oftmals spät entdeckte und nur begrenzt heilbare Krankheiten, wie Krebs und Parkinson entstehen.
Besonders gefährdet sind Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten und dort mit den giftigen Chemikalien arbeiten, Bewohner der ländlichen Gebiete und Föten (Aufnahme durch Muttermilch) bis Kleinkinder, die aufgrund ihrer kleinen Körpergröße und unausgereiften Entwicklung kaum über Abwehrmechanismen verfügen. Alle anderen Menschen sind Pestiziden hauptsächlich über die Nahrungsaufnahme ausgesetzt. In den meisten Ländern gilt entweder landesweit oder regional ein sogenannter Rückstandshöchstgehalt (RHG) für jede Substanz, um die Pestizidkonzentration in Nahrungsmitteln zu messen. Die höchsten Pestizidrückstandswerte erreichen Leguminosen, Blattgemüse und Obst. Durch Abwaschen oder Kochen, lassen sich Rückstände vieler Substanzen reduzieren, jedoch können diese Vorgänge in Einzelfällen auch eine Steigerung der Konzentration herbeiführen. Eine Möglichkeit die Konzentration in unserer Nahrungsaufnahme zu verringern, ist der Verzehr von Bioprodukten. Um diesen Verzehr weitestgehend zu ermöglichen, muss die Landwirtschaft auf industriellen Anbau verzichten und die ökologische Landwirtschaft fördern.
Die Auswirkungen von Pestiziden sind aufgrund von unzureichenden und nicht einheitlich gestalteten Datenbanken schwer zu erfassen und Pestizidvergiftungen sind deshalb schwer als solche zu erkennen.

Bericht von Louisa vom Hofe

Der Sommer ist (fast) da

Das Sommersemester startet und im Studierendengarten ist schon richtig viel los. Karotten, Pastinaken, Zwiebeln, Radieschen, Rote Bete…. sind schon ausgesät und auch das Gewächshaus ist schon voll mit Nachtschattengewächsen, denen es draußen noch zu kalt ist und nach den Eisheiligen im Mai rausgepflanzt werden.

Dieses Semester treffen wir uns jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr, um gemeinsam im Garten zu wirken. Vielleicht wollt ihr Gemüseteams unterstützen oder habt eigene Motivationen und Ideen, was ihr gerne im Garten machen möchtet. Ihr seid alle Herzlich Willkommen vorbeizuschauen! Der Garten bietet viel Raum sich kreativ und ökologisch auszuleben.

Neue Hochbeete

Wir haben noch ein Hochbeet zwischen Haus 10 und Haus 1 aufgestellt. Jetzt sind wir dabei, es mit Erde zu befüllen. Auch die Hochbeete im Garten selbst füllen wir wieder mit Erde und fertigem Kompost auf. Komm gern vorbei, wenn du Lust hast mitzuschaufeln – eine schöne Tätigkeit bei den Temperaturen. Die Hochbeete, die auf dem Campus Golm verteilt stehen, wollen wir mit Kräutern bepflanzen, die dann beim Spazieren über den Campus von allen geerntet werden können.

On the Trail of Water

Datum
Mo 22.11.2021
14:00 – 16:00 Uhr

Veranstaltungsort
Campus Golm: 2.05.0.11

Veranstalter*innen
Selina Syed

Where does the drinking water in Berlin actually come from? Where does the wastewater go? How does the natural water cycle work and how is it influenced by humans? Natural groundwater recharge is a slow process and our water consumption exceeds recharge in many parts of the world, where water is also polluted with contaminants. The aim of the On the Trail of Water is to better orient participants with the fragility of water as a valuable resource that needs protection.

Workshop Ernähungssicherheit – Foodsharing – Küfa

Datum
Di 16.11.2021
17:00 – 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Campus Golm: 2.05.1.04

Veranstalter*innen
Selina Syed

Kann die Erde Nahrung für die bald 10 Milliarden Menschen produzieren? Was bedeutet Food security? Wie sehen die aktuellen Landwirtschaftssysteme aus und was können wir auf globaler sowie ganz lokaler Ebene tun?
Dafür wollen wir euch die Community Foodsharing vorstellen, die eine Platform in Potsdam und ganz Deutschland bietet, um sich für die Rettung von weggeschmissenen Lebensmitteln einzusetzen oder um in den Bereichen Bildung und Politik tätig zu werden.
Euch werden einige Küfa’s (Küche für alle) in Potsdam vorgestellt, bei denen gemeinschaftlich gekocht werden kann (z.B. gerettetes Essen oder Gemüse von lokalen Solawis (Solidarische Landwirtschaft)). Für alle die möchten können wir zum Abschluss im Lesecafé gemeinsam kochen.

Diese Veranstaltung ist auf 25 Teilnehmer:innen ausgelegt. Es ist keine Anmeldung notwendig.

Gartenarbeitszeiten Wintersemester 2021/22

Die Gartenarbeitszeiten im Wintersemester 2021/22 sind:


Donnerstags: 12:15 Uhr – 15:45 Uhr

Zu diesen Zeiten sind Mitglieder des Gartens vor Ort und heißen alle neuen Interessierten willkommen!

Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch 🙂
Campus Golm, Hinter Haus 12

Euer StuGa

Saisonstart

Die Saison hat begonnen! Wir haben wieder Saatgut bei Dreschflegel bestellt. Bei Dreschflegel vermehren Gärtner*innen biologisches Saatgut. Im Garten ist es uns wichtig, auf die Erhaltung der Saatgutdiversität zu achten, denn durch die Diversität sind Ökosysteme resilienter gegen Klimaveränderungen. Wenn das eigene Saatgut aus dem Garten gewonnen wird, sind die Samen besser an die Bedingungen vor Ort angepasst, dadurch sind sie beständiger gegen lokale Umweltveränderungen. Auch die Diversität auf der Anbaufläche ist sehr wichtig, denn Pflanzen können sich gegenseitig unterstützen. Es gibt zum Beispiel Pflanzen, die durch Symbiosen Stickstoff aus der Luft binden und ihn pflanzenverfügbar machen. Das ist eine fantastische Eigenschaft, da Stickstoff oft das limitierende Element für das Pflanzenwachstum ist. Bohnen sind solche Stickstoffbinder und wenn sie beispielsweise mit Mais zusammen angebaut werden, können sie an ihm hochgeklettern und ihn gleichzeitig mit den Nährstoffen versorgen. Als dritte Sorte können Kürbisse im gleichen Beet ausgepflanzt werden. Sie profitieren auch von den Nährstoffen und bedecken den Boden, sodass dieser vor Verdunstung geschützt wird. Wir sind gespannt, wie das Drei Schwestern Beet sich dieses Jahr entfalten wird.

Der Garten im Wintersemester 2020/21

Dieses Semester treffen wir uns immer mittwochs von 14 – 16 Uhr.

Im Winter brauchen die Pflanzen zwar nicht so viel Aufmerksamkeit, aber wir haben uns ein paar Bauprojekte vorgenommen. Außerdem muss der Garten jetzt im Herbst noch auf den Winter und das Frühjar vorbereitet werden.

Kommt gern vorbei, wenn ihr auch bei kälteren Temperaturen gerne Zeit an der frischen Luft verbringt.

Ihr könnt euch sogar über Studium Plus beim Studierendengarten Golm anmelden, wenn ihr euch das Gärtnern anrechnen lassen wollt.

Garten im Soße 2020

Der StuGa ist auch im Sommersemester 2020 aktiv !

Natürlich berücksichtigen wir bei der Gartenarbeit die Abstands- und Hygiene Regeln.

Wer Lust hat mitzumachen kann uns gern eine Email schreiben. Wir werden die Gartenarbeitszeiten in wenigen Tagen hier veröffentlichen.

Euer StuGa